Das war das laut! Forum Live am

20.02.2018

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Das war das laut! Forum Live am 20.02.2018 ...

Das Setting des letzten Jahres hat sich bewährt und so waren auch dieses Jahr wieder einzelne Tische im Saal der Luise vorbereitet, an denen sich die PolitikerInnen den verschiedenen Fragen gestellt haben.

Leider war Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly dieses Jahr krankheitsbedingt verhindert. Dafür durften wir uns mit einem sehr gut gelaunten Bürgermeister Christian Vogel unterhalten, der uns an sechs Tischen jeweils acht Minuten lang offene Ohren für alle Anliegen geschenkt hat.

 

Das waren dieses Jahr die Themen an den Tischen:

  • Beschwerdestelle bei Polizeigewalt
  • Großgehege im Tiergarten
  • Fahrradständer am Hauptbahnhof
  • Ein neuer, zentral gelegener Parcour-Parks
  • Einführung von öffentlichen Drogenkonsumräumen
  • Bauwagenplatz an der Quelle
  • Förderung für Projekte gegen Mobbing
  • Freies W-LAN an öffentlichen Plätzen, an Jugendhäusern und in der Straßenbahn
  • Hohe Preise im öffentlichen Personennahverkehr und immer steigende Preise
  • Mehr Grünflächen und mehr Angebote für junge Menschen in Langwasser
  • Mehr Parkplätze an der Berufsschule
  • Die Scharrerschule sanieren
  • Vergütung für junge Leute, die sich in einer schulischen Ausbildung befinden
  • Mehr Sicherheit für junge Frauen
  • Nächtliche Beleuchtung der Pegnitz-Auen
  • Nürnberg soll fahrradfreundlicher werden
  • Fangnetz für Fußballplatz in der Uhlandstraße

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06.02.2017

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Einfach mal anders machen ...

In diesem Jahr haben wir das Setting komplett geändert. Im Saal der Luise waren fünf Tische aufgestellt, um die sich die PolitikerInnen und die Jugendlichen verteilt haben. Im persönlichen Gespräch haben die StadträtInnen die jungen Menschen bei der Themenfindung unterstützt und die Fragen auch direkt beantwortet. Unser Oberbürgermeister Maly ist von Tisch zu Tisch gewandert und hatte an jedem Tisch zehn Minuten Zeit, um mit den Jugendlichen zu reden, zu disktutieren und ihre Fragen zu beantworten.

Die Themen waren:

  • Freies W-LAN in der Innenstadt und in den offenen Kinder- und Jugendhäusern
  • Neue Skatehalle für Nürnberg
  • Die öffentlichen Verkehrsmittel in Nürnberg sind zu teuer
  • Warum fährt der Nightliner auch nicht unter der Woche
  • Mehr Umweltschutz in Nürnberg (wenig Plastikmüll)
  • Mehr Grünflächen für Nürnberg
  • Warum haben die Geschäfte in Nürnberg nicht länger als bis 20.00 Uhr geöffnet
  • Warum haben vor allem die jungen MigrantInnen einen schweren Zugang zu Ausbildungsplätzen
  • Warum bekommen die Schulen wenig Fördermittel
  • Bessere Radwege in Nürnberg

 

Die laut! TV-Sendung zum laut! Forum Live 2017

Die immerhin schon 23. (!!) Sendung zeigt euch nochmal, wie das neue laut! Forum Live 2017 abgelaufen ist. Das macht Lust, im Frühjahr 2018 selber dabei zu sein!

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13.11.2015

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Super, dass so viele junge Menschen da waren, dass ihr alle ganz viele Fragen gestellt habt und unser Oberbürgermeister sich viel Zeit genommen hat, alles zu beantworten. Und zwar nicht nur auf der Bühne, sondern auch nachher ganz locker beim Essen!

Themen waren unter anderem die steigenden Mieten und Wohnraum allgemein, Radwege, (fehlende) Parkplätze in der Südstadt, öffentliche Verkehrsmittel, die aktuelle Flüchtlingssituation, Skateanlagen, und vieles mehr.

Die Diskussion wurde wieder gefilmt und das Sofa von CiTyVee war auch dabei. Das bedeutet: freut euch mit uns auf den CiTyVee-Clip und natürlich die laut!-TV-Sendung dazu, die im Dezember erscheinen. Also: Immer mal wieder reingucken .-)!

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14.11.2014

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Rückschau - so war's:

Wow - ihr habt gefragt, nachgehakt, euch nicht zufrieden gegeben und klug diskutiert. Beim laut! Forum Live haben Jugendliche mal wieder bewiesen, dass ihnen ihre Stadt, ihre Zukunft und die der anderen nicht egal sind.

Als erstes war Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly an der Reihe, um die Fragen der jungen Leute in der LUISE zu beantworten. Los ging‘s mit dem Thema vag.

Warum wird die 3km-Schulweg-Regel nicht endlich abgeschafft und alle Schülerinnen und Schüler erhalten ein kostenloses Ticket, wollte Angelina wissen. Denn wenn man, wie ihre Schwester geh-behindert ist, dann sind selbst 3 km ganz schön lang. Herr Maly kennt das Problem und sagt, dass die Stadt Nürnberg da seit Jahren das Bayerische Wirtschaftsministerium "quälen" würde, denn diese müssten für die Schulwegskosten in ganz Bayern aufkommen, aber da hätte sich bisher nichts getan. Sicher könnte auch die Stadt selbst die Kosten tragen, aber man befürchtet, wenn man Aufgaben des Landes übernimmt, würde sich dieses auch bei anderen, ähnlichen Fällen zukünftig noch mehr zurückhalten. Er bietet aber Angelina an, sich um das spezielle Problem ihrer Schwester zu kümmern und sie gibt ihm ihre Kontaktdaten.

Tabea von der Stadt-SV wollte wissen, warum man ab der 10. Klasse oder als Auszubildende sein vag-Ticket komplett selber zahlen muss, was für viele junge Menschen kaum leistbar ist. Auch hier verwies OB Maly an das Land und die dortigen Gesetze. Die Stadt selber könne der vag  nicht noch mehr Verlustausgleich wie etwa die Stadt München bieten oder wie in Wien die ÖPNV-Steuer einführen, da diese nach deutschem Recht verboten sei.

Ein weiterer größerer Themenblock war die Flüchtlingssituation in Nürnberg. Emil von den Jungen Piraten hat das Gefühl, dass die protestierenden Flüchtlinge nicht richtig ernstgenommen wurden und findet es unmöglich, dass sich die Stadt dafür ausgesprochen hat, die Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer zu bezeichnen, und somit Flüchtlinge sehr leicht wieder dorthin zurückgeschoben werden können. Igor von der Evangelischen Jugend Nürnberg fragt zudem, ob die Stadt mit den hohen Flüchtlingszahlen überfordert sei und verweist auf das Wohnraumprojekt seines Jugendverbandes gemeinsam mit der AWO. Herr Maly erklärt seine Sicht zu den protestierenden Flüchtlingen in Nürnberg, die er im Sommer im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Protestzelt besucht hat, zu der lediglich die Presse nicht erwünscht war. Dort hat er mit den Flüchtlingen gesprochen und sich deren Forderungen angehört. Um die Anliegen, die im städtischen Einflussbereich liegen, wie etwas Scheine für das Gesundheitsamt, hätte er sich sofort gekümmert. Zu den anderen Forderungen hat er zusätzlich nochmal schriftlich Stellung bezogen. Er setzt sich für eine Aufhebung der Residenzpflicht (Flüchtlinge dürfen sich nur in bestimmten Landkreis frei bewegen) ein (Landesgesetz) sowie mit einem Brief an alle Innenminister, für die Forderung, die Flüchtlinge mindestens für die Zeit, in der sie eine Ausbildung absolvieren, nicht abzuschieben. Dem gesamten Stadtrat sei es wichtig, dass die Integration der Flüchtlinge gut läuft. Daher hat dieser im Herbst 250.000,- Euro bereit gestellt, um z.B. ehrenamtliche Projekte zu unterstützen und zu koordinieren. Emil hat die Idee eines gemeinsamen Gartenprojektes und findet da die städtische Unterstützung gut. Er gibt Herrn Maly seine Kontaktdaten für einen Gesprächstermin zum Thema Flüchtlinge, wie er schon beim letzten laut! Forum Live vereinbart wurde. Dass die Stadt im "Krisenmodus" läuft, gibt Herr Maly zu, aber überfordert sei man nicht, antwortet er auf Igors Sorge. Außerdem hätte die Stadt früher schon mehr als 2.600 Flüchtlinge bzw. Gastarbeiter aus der Türkei beherbergt, das habe man auch geschafft. Die Stadt ist dabei ein Konzept für sozialen Wohnraum zu erarbeiten, wovon auch Flüchtlinge betroffen wären. Es gäbe noch über 100 Hektar Freifläche, die in der Stadt erschlossen werden müsste. Projekte aus Jugendverbänden oder anderen Organisationen, die dazu beitragen, die Situation der Flüchtlinge zu verbessern, findet er sehr gut. Zu den Flüchtlingen aus den Balkanländern ist seine Meinung, dass deren problematische Situation in den Heimatländern nicht besser wird, wenn wir sie in Deutschland aufnehmen und eine Anerkennung aus politischen Gründen, wie das Asylgesetz es verlangt, sei da einfach schwierig.

Themawechsel: Ein junger Mann lobt zunächst die Radwege in Nürnberg, doch sei gerade für sportliche RadlerInnen das Kopfsteinpflaster am Hauptmarkt oder der Radweg an der Hallerwiese nicht sehr geeignet. Herr Maly berichtet, dass das Kopfsteinpflaster in Zukunft enger gelegt werden soll (wann genau, ist noch nicht klar) und an der Hallerwiese ist eine Entlastung des Radweges geplant.

Kessy von den Jungen Piraten bringt eine andere Art von Mobilität ins Gespräch und fordert freies WLAN im Stadtgebiet. Sie weiß, dass es da inzwischen Anbieter gibt, wie etwa "Freifunk", die im Gegensatz zu "Kabel Deutschland" sicherstellen, nicht zu überwachen und keine Monopol-Struktur darstellen, sondern ein Bürgerprojekt sind und damit ein dezentrales Netz zur Verfügung stellen. Der Oberbürgermeister gibt zu, dass er sich mit dem Thema reichlich wenig auskennt, da er mal ganz froh ist, wenn er keinen Empfang hat, aber gut verstehen kann, dass junge Leute immer erreichbar sein wollen. Die städtischen Fachleute "hirnen" derzeit wohl auch genau über dieses Thema. Dies kann Nasser Ahmed, ein SPD-Stadtrat, bestätigen. Er hält den "Freifunk"-Vorschlag für eine gute Idee und will diese in die aktuellen Überlegungen mit einfließen lassen. Ein Argument der Jungen Piraten war hier, auch strukturell armen Menschen einen kostenlosen Zugang zum Internet zu ermöglichen.

Denn wie die Diskussion im weiteren Verlauf zeigt, bewegt die Armut von Kindern und Jugendlichen die jungen BesucherInnen des laut! Forum Live auch und sie fragen Herrn Maly, was für diese getan wird, damit sie an Freizeitangeboten teilnehmen können. Dieser weist auf die Bildungs- und Teilhabegutscheine hin, die das Sozialamt an Betroffene ausgibt, um bei Angeboten von Jugendverbänden, Kulturvereinen oder Sportgruppen vergünstigt teilnehmen zu können. Er ist der Meinung, dass in Nürnberg in diesem Bereich sehr viel getan wird.

Der gleichen Meinung ist er auch beim Thema Bildung: Hier werde so viel Geld wie nie zuvor ausgegeben. Doch ob das Geld, aufgrund von wenig Evaluationen, tatsächlich seine Wirkung zeige, da sei er sich nicht immer ganz sicher. Auf jeden Fall liegt das Thema Bildung vielen BesucherInnen des laut! Forum Live am Herzen, was die vielen Nachfragen dazu zeigen. Vor allem die Ganztagesschule ruft Diskussionsbedarf hervor. Igor fragt, was die Stadt denn tue, damit es den jungen Leuten immer noch möglich ist, sich trotz "Verlängerung der Schule" zu engagieren. Herr Maly würde es sehr befürworten, wenn sich die Schulen noch mehr in Richtung Jugendverbände und Stadtteil öffnen würden. Leider gibt es nach wie vor einen Streit mit dem Freistaat, wie eine vernünftige Ganztagesschule aussehen soll. Wenn es nach ihm ginge, gäbe es auch eine längere gemeinsame Grundschulzeit, aber auch da lägen die Vorstellungen von Land und Stadt auseinander. Eine Teilnehmerin meint, dass eine Ganztagesschule für ältere nicht sinnvoll sei, da diese alt genug seien, um sich am Nachmittag selbst zu beschäftigen. Herr Maly ist sich da nicht immer sicher und entgegnet, dass ja niemand gezwungen werde, eine Ganztagsschule zu besuchen. Was er allerdings auch für "hochgradig übertrieben" hält, ist das Handyverbot an Schulen, das ein Jugendlicher aus der Jungen Union anbringt. Das sieht der Schulbürgermeister Herr Gsell wohl ähnlich, aber das wäre eine Landesregelung, so Herr Maly. Karolina will noch vom Oberbürgermeister wissen, warum an ihrer Schule, der Pachelbel-Realschule, die Klassenräume so schlecht ausgestattet seien. Herr Maly antwortet, dass die Stadt keine Schule bauen würde, ohne sie ordentlich auszustatten. Er verspricht da nachzuhaken und Karolina zu antworten. Wenn es um mehr Mitbestimmung gehe, wie sie gefordert wird, dann hält er die Beteiligung beim laut! Forum Live oder bei der Stadt-SV für die geeignetste Form.

Nach über einer Stunde ist die erste Diskussionsrunde vorbei und Herr Maly bekommt noch ein Album mit Fotos von laut!-Aktionen überreicht, verbunden mit der Einladung fürs Jahr 2015.

In der zweiten Runde konnten die Jugendlichen die jugendpolitischen SprecherInnen (oder deren Vertretung) aller demokratischen Stadtratsfraktionen weiter befragen. Rede und Antwort standen: Claudia Arabackyj (SPD), Christiane Alberternst (FDP), Andrea Bielmeier (Grüne), Jan Gehrke (ÖDP), Prof. Dr. Scheurlen (CSU) und Titus Schüller (Linke Liste).

Nachdem man ein paar persönliche Dinge über sie erfahren durfte, wie etwa peinliche Momente aus der Jugendzeit, Drogenvergangenheit oder damalige Vorbilder, ging es auch hier vor allem um das Thema Schule. Paula von der Stadt-SV bemängelt, dass zwar in den Mittelschulen die Klassenstärke bei 20 liege, dafür aber in den Gymnasien bei ca. 34. Die Mitglieder des Stadtrates kennen das Problem und weisen darauf hin, dass die Stadt neue Schulgebäude baue und damit das Problem hoffentlich ein wenig in den Griff bekomme. Dass der Leistungsdruck zugenommen hat, sehen die meisten StadträtInnen auch so und Herr Scheurlen von der CSU gibt zu, dass er die jetzige Jugend daher nicht unbedingt beneide. Titus Schüller von den Linken sieht darin ein allgemeines gesellschaftliches Phänomen und fordert genauso wie seine Kollegin von der FDP und Herr Maly zuvor eine längere gemeinsame Schulzeit.

Ein weiteres großes Thema beherrscht die zweite Diskussionsrunde: der Umgang mit "leichten Drogen". Meinungsführend sind hier die jungen Leute von den Jungen Piraten, die zum einen fordern, dass der Eigenanbau von Marihuana erlaubt wird und zum anderen Cannabis Social Clubs eingeführt werden sollten. Dabei geht es ihnen vor allem um die Entkriminalisierung der Konsumentinnen und Konsumenten und darum, diese vor gepanschten Drogen zu bewahren. Das konnte Frau Alberternst von der FDP nachvollziehen und spricht sich auch für deren Entkriminalisierung aus, indem etwa Apotheken eine kontrollierte Abgabe an über 18-Jährige erlaubt ist. Sie will sich dafür einsetzen, dieses Thema "wohlwollend" weiter zu diskutieren. Zuspruch erhält sie von ihrer Grünen-Kollegin, die auch die Drogenkonsumräume, wie sie sie in anderen Städten bereits gibt, für eine gute Sache hält. Prof. Dr. Scheurlen von der CSU findet zwar Cannabis als Medikament geeignet, spricht sich aber strikt gegen eine Legalisierung aus und warnt vor der Gefahr, dadurch auf gefährlichere Drogen umzusteigen.

Zu guter Letzt möchte Igor dann aber doch nochmal wissen, was denn nun die Mitglieder des Stadtrates ganz konkret für Jugendliche in der Stadt tun können. Die Antworten reichen über Bolzplätze sanieren, Schulhöfe zu Spielhöfen umwandeln, bis hin zur Ausstattung von städtische Schulen und den Bau von Jugendzentren (laut Frau Arabackyj von der SPD derzeit ca. eines im Jahr). Generell gilt: die Jugendlichen können mit allem auf die Politikerinnen und Politiker zukommen und sie werden Unterstützung bei ihrem Anliegen erhalten. Was sich diese denn für Jugendliche in der Stadt wünschen, möchte dann das Moderatorenteam noch erfahren. Herrn Gehrke von der ÖDP fallen da sofort schönere Grünflächen mit mehr Freizeitmöglichkeiten ein und würdigt das Engagement der Jugendlichen im Allgemeinen.

Und das habt ihr mal wieder beim diesjährigen laut! Forum Live eindrucksvoll bewiesen.

Danke an alle, die da waren!! Und bis zum nächsten Jahr :-)!

Wie schon im letzten Jahr wurde das laut! Forum Live wie bei einer Fernseh-Show aufgezeichnet - die Sendung wurde natürlich im Franken Fernsehen ausgestrahlt und kann im laut! TV Archiv angeschaut werden.

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15.11.2013

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Die laut! TV-Sendung zum Forum

 

Rückschau - so war's

Schon fast ein bisschen weihnachtlich war's, wie uns die Luise dieses Jahr zum zweiten laut! Forum Live begrüßt hat: Mit Mandarinen und Lebkuchen, so wurde uns die Wartezeit versüßt. Dann wurde der Saal geöffnet und der Blick fiel erst mal auf - Bildschirme mit Live-Übertragung!
Schwungvoll ging's weiter mit dem Jungen und den Mädels ;-) von "4 Lucky Charms", die den Auftakt bildeten für den Rückblick: Dieses Jahr gab's ein Filmchen dazu, was ihr mit laut! zusammen so alles auf die Beine gestellt habt. Da waren tolle Sachen dabei!

Oberbürgermeister Maly hatte diesmal die erste Runde ganz für sich alleine und wurde von euch ordentlich gelöchert. Als erstes wurde er aber von unserem laut!-Moderatoren-Team gefragt, was sein persönlicher Eindruck von laut! im letzten Jahr war. Der OB antwortete, dass er in den Stadtratssitzungen immer von Frau Arabackyj berichtet bekommt, was auf den Jugendversammlungen so an Anliegen und Anregungen von euch kommt (ihr wisst schon, Frau Arabackyj ist die Vorsitzende vom Jugendhilfeausschuss, die immer eure Postkarten entgegen nimmt). Außerdem sieht er laut! TV ab und zu im Franken Fernsehen. Auf die Frage, warum man in Nürnberg gerade auf laut! gekommen ist (es gibt ja noch andere Möglichkeiten, Jugendliche zum Mitmachen zu kriegen in der Politik), hat er geantwortet, dass sie was wollten, wo die Nürnberger Jugendlichen tatsächlich was bewirken können. OB Maly meinte, ein Jugendparlament wäre auch im Gespräch gewesen, aber sie hätten sich für laut! entschieden, weil die Politiker(innen) in Nürnberg wollen, dass Jugendliche nicht nur "Demokratie spielen" und nichts mitentscheiden dürfen.

Aber jetzt endlich zu euren Fragen: Ihr habt es dem OB nicht leicht gemacht! Die erste Frage drehte sich nämlich gleich um ein ganz schön schweres Thema. Es ging auch schon auf dem letzten laut! Forum Live darum... wer nicht dabei war, hat es jetzt bestimmt schon erraten. Es ging mal wieder um die VAG, und zwar erst mal um die teuren Fahrkarten. Aber um ehrlich zu sein, hatte der Herr Maly das schon erwartet und sich Mühe gegeben, noch mal darauf einzugehen.
-> Das Problem an diesen Fahrkarten ist, dass das, was wir bezahlen, nicht reicht, damit die VAG läuft. Die Einnahmen aus den Fahrkarten decken die Kosten nur zu 60%, das heißt, die Stadt muss noch Geld reinstecken, damit die Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen fahren. Und das nicht wenig! Obwohl die Bundesregierung der Stadt Nürnberg mit Zuschüssen unter die Arme greift. Leider werden halt die Zuschüsse (sprich: das Geld, das extra für den VGN an die Stadt geht und das man für nichts anderes verwenden darf) immer weniger.
Trotzdem sind Vergünstigungen für bestimmte Zielgruppen vorgesehen. Auf Deutsch: Schüler(innen), Student(inn)en, Azubis und Leute mit Nürnbergpass dürfen günstigere Fahrkarten kaufen. Besonders toll ist das immer noch nicht, wenn man bedenkt, dass auch bei diesen Fahrkarten die Preise steigen. Im Stadtrat "stinkt's allen grausam", so der OB, aber es bleibt schwierig und ändern kann man auch nicht viel.

Auch die nächste Frage drehte sich um die VAG: Wie es denn sein kann, dass es bei steigenden Preisen so viele Verspätungen gibt?
-> Es gibt anscheinend eine Statistik, die besagt, dass es bei uns mit den Verspätungen eigentlich nicht schlimm ist, zumindest im deutschen Vergleich. Es gibt aber drei Gründe für Verspätungen: Bei der U2 und der U3 war es die neue Technik, die sich noch einspielen musste, aber das hat sich mittlerweile geklärt. Bei der U1 ist es die alte Technik, die langsam den Geist aufgeht, aber da sollen jetzt neue U-Bahnen gekauft werden. Bei den Bussen liegt es daran, dass sie, wenn viel Verkehr ist, auch nicht schneller vorankommen als alle anderen. Wenn also Stau ist stecken auch die Busse fest. Kann man also nicht so viel dagegen tun.

Nochmal VAG: Warum wurde die Haltestelle der U3 in der Kaulbachstraße gebaut? Die nächste Haltestelle ist nur 100 Meter weiter, berichtete die Fragestellerin.
-> Damit die VAG für viele Leute ansprechend bleibt, sind drei Dinge wichtig, sagte der OB. Die Fahrtzeit muss kurz sein, das heißt, die Leute sollen nur kurz in der U-Bahn sitzen, dazu braucht man viele Haltestellen. Die Bahnen müssen oft fahren, denn die Leute wollen nicht lange warten. Neue U-Bahnen wollen die Leute auch.
Deshalb auch die Haltestelle Kaulbachplatz. Auf den Einwand hin, dass die Straßenbahn besser gewesen sei, antwortete der OB, dass die U-Bahn mehr Fahrgäste befördern kann. Außerdem gab es die Zuschüsse vom Bund nur unter der Bedingung, dass die Straßenbahn nicht mehr durch die Pirckheimer Straße fährt. Wie das ausging, wissen wir ja.

Die nächste Frage richtete den Blick in die Zukunft: Wie sieht es aus mit der Schuldenlage der Stadt Nürnberg? Die Jugendlichen müssen diese Schulden ja durch ihre Steuern abzahlen, wenn sie mal arbeiten.
-> Es werden dieses Jahr keine neuen Schulden gemacht und von den alten Schulden wird was abgezahlt. Allgemein, meinte der OB, werden für Verbrauchskosten keine neuen Schulden gemacht, nur für Investitionen. Das heißt, dass zum Beispiel für Sachen wie Heizkosten und Strom für die öffentlichen Gebäude, die Löhne der Mitarbeiter(innen) und Straßenreinigung keine Schulden gemacht werden. Die werden nur für Sachen wie zum Beispiel den Bau einer Schule aufgenommen. Die Steuerzahler von morgen (also ihr) können diese Schulden aber eigentlich schon abbezahlen, sagte der OB, die haben ja dann auch was davon, in dem Beispiel können ja ihre Kinder auf diese Schule gehen, die heute gebaut wurde.

Gibt es eigentlich auch Geld, das nur für Jugendliche von der Stadt ausgegeben wird?
-> Ja, es gibt den Etat des Jugendhilfeausschusses, das ist Geld, das nur dafür verwendet wird, Sachen zu bezahlen, die für Jugendliche bestimmt sind. Aber Jugendliche haben auch was davon, wenn Geld für andere Sachen ausgegeben wird. Wenn zum Beispiel ein Radweg gebaut wird, können da ja auch Jugendliche fahren, nicht nur Rentner oder Familien.

Eine Schülerin der Johann-Pachelbel-Realschule fragte, warum eigentlich noch kein neues Schulgebäude gebaut wird? Die mussten nämlich schon zwei Mal umziehen, jetzt sind sie in einem ehemaligen Telekom-Gebäude untergebracht, weil es in dem alten Schulhaus nicht mehr ging.
-> Das ist schwierig, da ist viel schiefgelaufen, sagte der OB. Es gibt ein Gelände, auf dem das neue Schulgebäude gebaut werden soll. Daneben ist ein Friedhof, auf dem leben Rebhühner. Die stehen unter Naturschutz, denen kann man keine Schule vor den Schnabel setzen, da gehen die ein. Also muss man sie umsiedeln. Dafür wurde ein Grundstück gesucht, das musste die Stadt aber erst kaufen. Jetzt muss man die Rebhühner fangen, erst dann kann gebaut werden. Dauert also noch.

Dann wurde von einer Gruppe Jugendlicher aus Gostenhof ein Antrag übergeben: Sie wollen, dass ihr Bolzplatz, der einer Gehörlosenschule gehört, gesäubert wird. Erst dann können sie den benutzen. Der OB hat versprochen, sich darum zu kümmern.

Die nächste Frage kam von einer Gruppe von Jugendlichen, die sich für Flüchtlinge im Raum Nürnberg stark macht. Warum gibt es keine kostenlose Fahrkarte für Flüchtlinge?
-> Der OB fand es erst mal gut, dass sich die Jugendlichen für sowas engagieren. Es ist aber eine Frage, die eher auf Bundesebene geklärt werden muss. Das betrifft vor allem, wie viel "Taschengeld" Flüchtlinge erhalten (nämlich so gut wie keins - also können sie sich auch keine Fahrkarten kaufen), wie lange sie arbeiten dürfen und wie viel Personal es gibt, das sich um die Anträge von Flüchtlingen auf Asyl kümmert. Solche Sachen sind per Gesetz festgelegt und genau die Sachen möchte der OB ändern (dafür engagiert er sich).
-> Es ist aber natürlich so, dass die eigentliche Frage sich auch um Gerechtigkeit dreht: Warum sollen die Flüchtlinge als Einzige ein kostenloses Ticket bekommen? Wer sagt, dass nicht andere Leute ebenfalls ein kostenloses Ticket verdient haben? Wer traut sich zu entscheiden, wer ärmer ist als der andere? Daraufhin entbrannte eine heiße Diskussion. Aber der OB will sich auf jeden Fall noch mal mit den Jugendlichen treffen, um weiter mit ihnen zu diskutieren. Cool, oder?

So, Halbzeit! Genau wie letztes Jahr haben wir Stadträte und Stadträtinnen eingeladen, um eure Fragen zu beantworten. Und ihr habt einen Haufen Fragen gestellt!

Zum Beispiel: Warum gibt es keinen Nightliner am Donnerstag?
-> Dazu gab es scheinbar eine Umfrage, bei der heraus kam, dass da nicht so viele Leute dafür sind. Wer da aber gefragt wurde, konnte keiner sagen, es waren vielleicht wenig Jugendliche dabei. Eigentlich wäre es schon machbar. Vorschläge waren, es einfach mal zu testen, wie viele Leute tatsächlich damit fahren würden, oder die U-Bahnen und Straßenbahnen früher fahren zu lassen, auch schon um vier Uhr in der Früh zum Beispiel. Aber das wird scheinbar noch diskutiert im Stadtrat.

Bei der nächsten Frage, nämlich ob eine Sperrstunde eingeführt werden soll (also dass zum Beispiel alle Lokale um Mitternacht zumachen, wie in England), waren sich eigentlich alle einig: Man will es so lassen, wie es ist (also keine Sperrstunde einführen).

Jetzt geht's um die Forderung eines "Cannabis Social Clubs" in Nürnberg, um diesen Konsum zu entkriminalisieren. Für die Politiker(innen) ist das Thema neu, daher grade leichte Verwirrung. Aber die jungen Leute klären gerne auf. Eine Stadt könnte das wohl auf kommunaler Ebene umsetzen, noch ist dafür aber grade keine Offenheit zu erkennen ... .

Nicht so einig war man sich bei der Frage nach einem kommunalen Ordnungsdienst. Die Jugendlichen fühlen sich dadurch nämlich angegriffen, weil sie erwarten, dass sie unter Generalverdacht stehen werden. Sie befürchten, dass immer wenn irgendwo jemand seinen Müll auf die Straße schmeißt (darum geht es nämlich bei dem kommunalen Ordnungsdienst, der soll für Sauberkeit sorgen) gleich die Jugendlichen Schuld sind, auch wenn sie es gar nicht wollen.
-> Herr König von der CSU versuchte, diese Befürchtungen zu zerstreuen, hatte aber keinen Erfolg damit. Alle anderen Stadträt(inn)e(n) finden den Ordnungdienst auch nicht so gut. Es sieht so aus, als würde es erst mal keinen Ordnungsdienst geben.

Von der Sauberkeit kamen wir auf die Sicherheit und da gab es eine heiße Diskussion und viele unterschiedliche Meinungen. Aber schließlich darf man auch mal anderer Meinung sein. Interessant war's auf jeden Fall.

Die vorletzte Frage drehte sich darum, was die Stadträt(inn)e(n) vom Umbau des Wöhrder Sees halten.
-> Der war auf jeden Fall notwendig. Man musste sich nämlich entscheiden: See oder Wiese? Man hat sich für den See entschieden. Aber weil der immer flacher wird, durch den Sand, der reingespült wird, musste man ihn umbauen, sonst wäre er ausgetrocknet.
-> Hier kam die Frage nach der Surfwelle, nämlich, ob es die braucht. Da wurde klargestellt, dass die Surfwelle ein Projekt ist, das von Jugendlichen angeleiert und organisiert wurde, da ist die Stadt nicht groß beteiligt. Außerdem soll die nicht am Wöhrder See, sondern an der Theodor-Heuss-Brücke entstehen.
-> Es wurden aber auch kritische Stimmen laut bei der Frage, ob der Steg, der am Wöhrder See neu gebaut wurde, an der Stelle nur Deko ist oder nicht und beim Thema Umweltstation.

Zuletzt ging es noch um Ansätze und Ideen für Möglichkeiten für Jugendliche im öffentlichen Raum. Alle Stadträt(inn)e(n) sind sich einig, dass laut! weiter geführt werden soll (das finden wir gut!). Außerdem müssen sich die Politiker(innen) für Jugendliche einsetzen, auch außerhalb des Bereichs Jugend, zum Beispiel, wenn es um Verkehr geht oder um Stadtplanung (um Platz für einen Skatepark einzuplanen, zum Beispiel!). Es kam auch der Vorschlag, einen Geldbetrag im Bereich "Öffentlicher Raum" nur dafür zu reservieren, um was zu bauen, das nur für Jugendliche bestimmt ist. Konkret kam die Forderung nach mehr Streetworker(inne)n, überdachten Unterständen und Lampen, vor allem für Bolzplätze.

Eigentlich waren sich alle einig: Jugendliche verdienen kein Geld, deswegen müssen sie besonders bedacht werden. Sie brauchen Räume, wo sie sich aufhalten können, auch ohne Geld auszugeben, aber um solche Räume zu schaffen, braucht es Geld: Zum Beispiel, um einen Unterstand zu bauen, wo man sich nach der Schule treffen und rumhängen kann.
Das Schlusswort war: Wenn man Demokratie mit Jugendlichen will, muss man ihnen auch Geld in die Hand geben.

Wer wollte, konnte sich noch am ausgezeichneten Buffet bedienen und weiter Stadträt(inn)e(n) mit Fragen löchern.

Wir wollen eure Meinung wissen! Letztes Jahr war es ja schwierig: Einige Politiker(innen) haben Sachen verzapft, die hat man als Normalsterblicher gar nicht verstanden. Wie war es dieses Jahr? Fandet ihr sie gut? Oder nicht? Schreibt uns fleißig! Dann können wir verbessern, was euch gestört hat!

Die Gäste an diesem Abend:

Ulrich Maly, Oberbürgermeister

Markus König, CSU

Claudia Arabackyj, SPD

Brigitte Wellhöfer, Die Grünen

Marion Padua, Linke-Liste

Thomas Schrollinger, ÖDP

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16.12.2012

Hier klicken: Bericht zum laut! Forum Live

Hier nochmal zum Nachlesen - Das ist auf dem ersten laut! Forum Live passiert:

Es war Freitagnachmittag in der Luise, das erste laut!Forum Live wurde vom Oberbürgermeister Maly eröffnet!

Für die Diskussion über die VAG-Preise kündigte er schon mal bei der Begrüßung an, dass wir nicht sein Fanclub werden. Apropos VAG-Preise: Der OB kennt sich ziemlich gut aus und weiß genau, wie viel ein Monatsticket für Schüler kostet. Wir haben nämlich ein Quiz mit kniffligen Fragen zu den Ticketpreisen in Nürnberg veranstaltet, bei dem er gegen einen Jugendlichen angetreten ist. Aber unser Manu war genauso gut! Tja, Gleichstand. Der OB hat heldenhaft auf seine Hälfte des Gewinns verzichtet (eine schicke laut!-Tasche kann man auch schlecht teilen).

Schon hieß es "Ring frei" für die erste Diskussion des Abends! Aber natürlich nicht nur mit OB Maly im Alleingang. Für die erste Runde hatten wir Leute von der FDP, SPD, den Grünen und vom Bündnis Sozialticket eingeladen. Thema: „VAG – zu teuer für Jugendliche?“ Jugendliche müssen ja nicht nur zu Schule oder Ausbildung fahren. Auch in der Freizeit will man ja ab und zu ins Kino gehen, zu Freunden fahren, und, und, und. Da sind 2,40 Euro pro Fahrt ganz schön happig, fanden auch Manu und Kerim, die als Vertreter der Jugendlichen mit auf der Bühne saßen. Es war uns wichtig, dass auch von euch Leute auf der Bühne mitreden! Denn mit Politikern auf einer Bühne ist das schon so eine Sache. Sie können einem ziemlich gut erklären, warum etwas nicht geht. Zum Beispiel warum die VAG-Tickets so teuer sind. Das kommt daher, weil der Verkauf von Fahrkarten die Betriebskosten alleine nicht deckt. Die Stadt investiert ziemlich viel Geld in die VAG und dazu kommt auch noch Unterstützung von der Bundesregierung. Trotzdem gibt es steigende Betriebskosten (auch Straßenbahnen brauchen Strom) und sogenannte "Sachzwänge". Das heißt, dass man zum Beispiel das Geld, das vom Bund kommt, nicht beliebig verwenden kann, sondern nur für einen bestimmten Zweck. Dass das keine befriedigende Antwort ist, fanden auch Manu und Kerim. Viele andere Städte haben sich da schließlich auch was Schlaues ausgedacht. Warum das nicht geht, bekamen wir ebenfalls erklärt. Andererseits erklärte Frau Ramthun vom Bündnis Sozialticket auch, dass Mobilität Voraussetzung zur Teilnahme am sozialen Leben sei. Klar. Wer seine Freunde nicht besuchen kann, muss entweder darauf hoffen, dass sie zu ihm kommen, oder er hat bald keine Freunde mehr.

Fakt ist auch, dass nicht alle aus dem Stadtrat, die auch im VAG-Vorstand sind, für die Preiserhöhung gestimmt haben. Allerdings ist das auch gar nicht so einfach, wie das manchmal klingt: Die Preiserhöhung gilt im ganzen VGN, der ja ziemlich groß ist. Jeder Stadt- oder Landrat im VGN muss dieser Erhöhung zustimmen, damit sie zustande kommt. Wenn allerdings einer die Erhöhung ablehnt, muss er allen anderen den Verlust, den sie erwirtschaften, ersetzen. Das ist ganz schön teuer.

Nach einer kurzen Pause ging es dann in die zweite Hälfte der Diskussion: Die offene Fragerunde. Neue Runde, neue Politiker(innen)! Wir hatten jemanden von der CSU, ÖDP und der Linken Liste auf der Bühne. Da unser Oberbürgermeister ein ziemlich beschäftigter Mann ist, gingen nur die ersten drei Fragen an ihn, bevor er weg musste. Ihr wolltet zum Beispiel wissen, was er davon hält, dass die Bundeswehr Werbung in Schulen macht. Er hat dann auch ziemlich ausführlich geantwortet. Die Kurzfassung: Die Bundeswehr kann mit ihren Auslandseinsätzen Krieg und Leid verhindern, daher ist es wichtig, sich mit ihr zu beschäftigen. Werbung an Schulen ist aber nicht okay, es sollte eher eine Diskussion zu diesem Thema geben, damit sich jeder seine Meinung bilden kann.

Es ging auch darum, dass die Mieten und die Lebenserhaltungskosten allgemein steigen. Frau Padua von der Linken Liste hat uns erzählt, dass Konzepte zum günstigeren Wohnen dringend gebraucht werden. Daher muss diskutiert werden, dass bezahlbare Wohnung fehlen. Studentenwohnungen werden zwar gerade vermehrt gebaut, aber schließlich ist nicht jeder (und auch nicht jeder Jugendliche), der wenig Geld hat ein Student!

Noch ein Thema, zu dem eine Frage aus dem Publikum kam, war Jugendliche im öffentlichen Raum. Der Fragesteller meinte, dass es für Kinder viele Spielplätze gibt und dass Erwachsene überall rein dürfen (vor allem in Discos und Clubs). Vor allem für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren gibt es aber wenige Möglichkeiten, in ihrer Freizeit etwas Sinnvolles zu machen. Dieses Thema ist auch auf den bisherigen Jugendversammlungen immer wieder aufgetaucht. Die Politiker(innen) meinten dazu, einer der besten Wege, da was zu unternehmen, ist laut! zu werden! Schließlich sind die Leute, die da im Rathaus sitzen, oft ziemlich weit weg von dem, was ihr so denkt, wollt und braucht. Aber wenn sie es wissen, können sie was machen und es wird was gemacht! Zum Beispiel am Kornmarkt, wo es jetzt neues Equipment für die Skater gibt.

Auch das Thema "Wahlrecht ab 16" wurde angesprochen. Dafür waren eigentlich alle auf der Bühne außer Herr König von der CSU (der für seine Ansichten leider keinen Beifall von euch erntete). Es war auf jeden Fall eine spannende Diskussion!

Dass Politiker nicht immer wissen, was zum Beispiel in Schulen so abläuft, stellte sich heraus, als angesprochen wurde, dass es scheinbar Schulen gibt, in denen Lehrer von Privatunternehmen bezahlt werden. Dort soll auch Unterricht ausfallen, um Vorträge dieser Firmen anzuhören. Herr Schrollinger von der ÖDP sagte, dass man da eine Unterscheidung treffen müsse zwischen Unternehmern, die Geld spenden und damit Gutes tun wollen, und Firmen, die für sich Werbung machen wollen. Denn alle auf der Bühne waren gegen Werbung an Schulen (Gutes tun ist natürlich okay!).

Zum Abschluss haben wir heiße Diskussionen gegen heiße Beats ausgetauscht: Megaphon hat uns ins Wochenende gerockt!

Insgesamt war es auch für uns sehr überraschend, wie schwer sich Politiker(innen) tun, Jugendlichen etwas so zu erklären, dass sie es verstehen können. Wenn man selbst bei einer Jugendveranstaltung mit den sonst üblichen politischen Fachbegriffen um sich wirft, ist es kaum verwunderlich, wenn das Interesse und auch großeTeile der Glaubwürdigkeit schwinden ... Wir wünschen uns sehr, dass Politik einfacher und nachvollziehbarer wird - gerade für die Jugendlichen! Immerhin sind sie auch die Wähler(innen) von morgen. Die Erfahrung zeigt, dass sich nur die jungen Menschen engagiert am gesellschaftlichen Leben beteiligen, denen es ermöglicht wird, zu verstehen und die das Gefühl haben, ernst genommen werden ... Wir bleiben dran ...

Wenn ihr dazu was loswerden wollt, dann schreibt uns! Wir werden eure Kommentare gern veröffentlichen. Je mehr ihr uns sagt, was euch gefallen / gestört hat, umso besser können wir werden. Also ran an die Tasten :-)!!

Die Gäste zum Thema VAG im Einzelnen:

Hr. Dr. Maly, Oberbürgermeister

Hr. Riedel, Aufsichtsratsvorsitzender VAG

Hr. Fischer, Aufsichtsrat VAG

Fr. Seer, Aufsichtsrat VAG

Fr. Ramthun, Bündnis Sozialticket

Manu und Kerim, Vertreter der Jugendlichen

 

Die Gäste der zweiten Runde:

Hr. Dr. Maly, Oberbürgermeister

Hr. König, CSU

Fr. Arabackyj, JHA-Vorsitzende

Fr. Seer, Die Grünen

Fr. Padua, Linke-Liste

Hr. Schrollinger, ÖDP

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