Kampagne und Demo für ein günstigeres Schülerticket

Update:

Euer Einsatz hat sich gelohnt!

Ab 2016 gilt:

Die Stadt subventioniert in Zukunft günstige Schülerkarten. So soll die Monatskarte für Selbstzahler (Sekundarstufe I, also bis einschließlich 10. Klasse) ab dem Schuljahr 2016/17 nur noch 25,- statt 54,- Euro, ab Sekundarstufe II (also Klassen 11 bis 13) kostet die Karte 35,- Euro. Azubis sollen auf Job-Tickets fahren.

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Die Stadt-SV macht sich für ein günstigeres Schülerticket stark – und laut! unterstützt das gerne! Lest euch die Infos der Stadt-SV mal durch – dann wisst ihr, warum eure Unterschrift bei der Petition wichtig ist:

Die Fahrpreise der VAG sind mal wieder in aller Munde. Auch für Jugendliche ist das ein großes Thema, wie man bei den „laut“-Jugendversammlungen, bei der Schülersprecherkonferenz im Rathaus und auch auf den Sitzungen der Stadt-SV sehen kann. Überall wird ein günstigeres Monatsticket für Schüler und Auszubildende gefordert.

Daher starten wir, die Stadt Schülervertretung Nürnberg, unter dem Titel „Wenn.Schülerticket.dann.15Euro.“ eine Kampagne für eine Monatsfahrkarte für Schüler und Auszubildende zu einem Preis von maximal 15 Euro und fordern auch weiterhin die vollständige Übernahme der Schulwegskosten, auch nach Abschluss der zehnten Klasse.

Hierfür haben wir eine online-Petition gestartet:

https://www.openpetition.de/petition/online/wenn-schulerticket-dann-15euro

Uns ist dabei sehr wohl bewusst, dass unsere Forderung recht utopisch scheint, wir glauben jedoch, dass es wichtig ist, in der derzeitgen Debatte ein Zeichen zu setzen. Denn auch die vorgeschlagenen 35 Euro pro Monat sind für einen Schüler ohne Einkommen oder einen Azubi mit geringer Ausbildungsvergütung noch eine Menge Geld.
Wir setzen uns prinzipiell für ein kostenloses Schülerticket für jeden ein, halten diese 15 Euro jedoch für die Grenze, ab der ein Ticket fair und für jeden bezahlbar ist, zumal dies der Betrag ist, der im Hartz IV Regelsatz für Mobilität vorgesehen ist und deswegen auch als Preis für ein Sozialticket gefordert wird. Wir halten dies auch als Tarif für ein Schülerticket für angemessen, da Schüler über kein (oder nur sehr wenig) Einkommen verfügen.

Zudem sei daran erinnert, dass Schüler und Auszubildende in der Stadt Wien, die in diesem Kontext ja sehr oft als gutes Beispiel genutzt wird, 60 Euro für das ganze Jahr, also nur 5 Euro monatlich für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, zahlen. Es scheint also möglich zu sein.

Flutlicht für den Skatepool am Pferdemarkt

Im März 2012 haben die Skaterinnen und Skater ihr Anliegen das erste Mal auf einer Jugendversammlung „laut!“ gemacht: Flutlicht für den Pool! Dann mussten noch über 2 Jahre vergehen, bis das Geld (7.000,- Euro) da war …

Im März 2012 haben die Skaterinnen und Skater ihr Anliegen das erste Mal auf einer Jugendversammlung „laut!“ gemacht: Flutlicht für den Pool! Dann mussten noch über 2 Jahre vergehen, bis das Geld (7.000,- Euro) da war und nun – Anfang Dezember – war es endlich soweit: das lang ersehnte und geforderte Licht an der Skateanlage in St. Leonhard wurde installiert. Nun kann man auch im Winter um 17.00 Uhr noch Sport machen. Wir finden das super und freuen uns, dass ihr euch auch so freut :-)[nbsp]Wir wünschen euch viel Spaß beim Skaten, Organisieren, FreundInnen treffen und Abhängen!

Finanziert wurde das Licht übrigens über den laut!-Topf, den es seit Anfang 2014 bei der Stadtverwaltung für Jugendanliegen im Öffentlichen Raum gibt. Darin sind 110.000,- Euro. Die Lichter waren also nur ein Anfang …

Stilvolle Preisübergabe: laut! wurde von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe mit dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2014 ausgezeichnet!

Das Nürnberger Partizipationsmodell für Jugendliche laut! wurde von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe mit dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2014 – Hermine-Albers-Preis – in der Kategorie Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe, ausgezeichnet. Der Preis ist mit 4.000,- € dotiert.

Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe ist das Forum und Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland. Mit dem Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe werden alle zwei Jahre innovative Modelle, Konzepte bzw. Strategien der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, dieser neue Impulse geben sowie zu ihrer Weiterentwicklung beitragen, ausgezeichnet.

Nach der Auszeichnung mit dem Bundespreis Politische Bildung im vergangenen Jahr ist dies eine weitere Anerkennung für das bundesweit einzigartige Partizipationsmodell und für die beteiligten Partner, dem Jugendamt der Stadt Nürnberg, dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt und dem Medienzentrum Parabol.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag am Abend des 3. Juni 2014 in Berlin statt. Der von den Obersten Jugend- und Familienbehörden gestiftete Preis wurde von der Vorsitzenden der Jugend- und Familienministerkonferenz, Frau Irene Alt, übergeben. Wir freuen uns über eine wirklich schöne Laudatio, über die einstimmige Entscheidung der Juroren, laut! auszuzeichnen, und über das insgesamt sehr große Interesse, das uns an unserem laut!-Stand entgegengebracht wurde!!

Kontakt (Ansprechpartner/-in für Presseamt und die Medien):

Detlef Menzke, Jugendamt, Abteilungsleiter Kinder- und Jugendarbeit

Telefon 09 11/2 31-55 88

E-Mail detlef.menzke@stadt.nuernberg.de

 

Bilder

Bildquelle der ersten beiden Fotos: Bildschön

Andere Bilder: laut!

Update: Veröffentlichung: OFFENER BRIEF DER AFGHANISCHEN FLÜCHTLINGE AUS NÜRNBERG

Worum geht es eigentlich:

Den Brief, den ihr lesen könnt, wenn ihr unten auf „mehr“ klickt, haben junge afghanische Männer aus Nürnberg selbst geschrieben.

Sie werden mit dem Musikvideo, der laut!TV-Sendung und weiteren Aktionen selbst aktiv, weil ihre Situation in Bayern immer unsicherer und bedrohlicher wird. Sie haben begründete Angst, dass sie abgeschoben werden. Auf sie wird derzeit nämlich der Druck von Seiten des Ausländeramtes Nürnberg und des Bayerischen Innenministeriums immer größer, wie sie es ja selbst beschreiben.

Wenn ihr sie unterstützen wollt, dann könnt ihr z. B. diesen Brief ausdrucken und in der Schule oder am Arbeitsplatz euren Freunden und Freundinnen zeigen und auf die Sorgen der jungen Männer aufmerksam machen.

Oder ihr schreibt uns, dass ihr diesen Brief gerne offiziell unterstützen möchtet. Dann kommt euer Name (und wenn ihr das angeben wollt, euer Alter und euer Beruf) als UnterstützerIn unter den Brief. Dieser wird nämlich Anfang Juli offiziell an die Personen versandt, die an der Situation der afghanischen Flüchtlinge „beteiligt“ sind, wie z. B. das Ausländeramt der Stadt Nürnberg mit der Bitte um Stellungnahme.

Und natürlich könnt ihr euch über facebook oder in einem Leserbrief in der Zeitung oder was euch sonst noch einfällt einbringen und somit die afghanischen Jugendlichen unterstützen. Es ist für die Betroffenen ganz wichtig, dass sie erfahren, dass um sie herum ein ziviles Netzwerk ist, das möchte, dass sie in unserem Land in die Schule gehen, eine Ausbildung machen und einfach in Sicherheit hier bleiben dürfen!

Wenn ihr mehr Infos haben wollt, dann wendet euch an Dorothee:

laut@kjr-nuernberg.de

 

Der Brief:

Seit Ende April 2013 wird auf uns – volljährige, alleinstehende Männer aus Afghanistan – verstärkt Druck ausgeübt: Wir sollen nach Afghanistan abgeschoben werden! Deswegen werden wir gezwungen, einen Pass zu beantragen und wir sollen uns gegen unseren Willen bereit erklären, freiwillig auszureisen. Wenn wir uns weigern, werden wir mit der Polizei vorgeführt. Wir haben Angst vor dem Passantrag, weil ein ausgestellter Pass für uns Abschiebung bedeutet. Es gibt bereits zwei bekannte Fälle aus Bayern von nichtstraffälligen Afghanen, die nach Afghanistan abgeschoben wurden.

Wir wollen nicht die Nächsten sein!

Wir Afghanen sind nicht wegen dem Luxus nach Deutschland gekommen.

Wir alle haben auf dem Weg nach Europa Momente erlebt, in denen wir fast gestorben wären.

Wir hatten die Hoffnung in Deutschland ein neues und sicheres Zuhause zu finden. Aber was wir uns erhofft haben ist nicht eingetreten.

Wir durften in Deutschland nicht ankommen, obwohl wir bereit sind uns zu integrieren: wir wollen arbeiten, aber wir dürfen es nicht! Wir wollen unser eigenes Geld verdienen, aber wir dürfen es nicht! Wir wollen unser Leben selbst bestimmen, aber wir dürfen es nicht, weil unsere Abschiebung  ausgesetzt ist.

Die Abschiebung stellt für uns nun wieder eine akute Bedrohung dar!

Wir sollen in ein Land abgeschoben werden, in dem es keinerlei Sicherheit, wo es kein menschenwürdiges Leben gibt!

Jeden Tag Explosionen, Selbstmorde…dadurch sterben täglich Menschen! Alle sind davon betroffen!

Afghanistan ist nicht sicher! Egal ob Kabul oder sonstwo, egal in welcher Provinz. Die islamistische Taliban wird von Tag zu Tag, von Woche zu Woche stärker. Die afghanische Regierung ist nicht stark, in vielen Gebieten ist die Taliban an der Macht! In diesen Gebieten gibt es eigene Regeln, dort herrschen die Gesetze der Taliban: Menschen werden zu Selbstmordattentätern geschult, es gibt keine Bildung für Mädchen und Frauen, jeder Kontakt zur Regierung oder zu Oppositionsparteien führt zum Tod.

2014 sollen die NATO-Truppen aus Afghanistan abziehen. Aber erst vor kurzem wurde ein deutscher Bundeswehrsoldat von den Taliban erschossen. Wir sind uns sicher, dass die Situation sich nach dem Abzug  sofort noch weiter verschärfen wird! Die Taliban werden noch mächtiger, als sie ohnehin bereits sind! Sie werden wieder ein diktatorisches Regime aufbauen! Die afghanische Regierung, die nur durch Korruption überlebt, wird sich nicht gegen die Taliban verteidigen können. Wir können uns nicht auf eine solche Regierung verlassen.

Das Auswärtige Amt warnt Deutsche vor Reisen nach Afghanistan, aber das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hält es für die meisten alleinstehenden, volljährigen Männer aus Afghanistan für ein sicheres Land.

Wie kann ein Land für Deutsche gefährlich und für Afghanen sicher sein?

 

Afghanistan ist ein Land mit der ständigen Angst vorm Tod, ein Land ohne Sicherheit, ohne Zukunft!

DESWEGEN FORDERN WIR EIN SOFORTIGES ABSCHIEBEVERBOT!

Afghanische Flüchtlinge aus Nürnberg

Update 18.07.2013:

Das Foto oben zeigt: Übergabe check! Am 4.7. haben afghanische Flüchtlinge und UnterstützerInnen den Offenen Brief an Herrn Förther, 2. Bürgermeister, übergeben. Nun heißt es abwarten, was die Empfänger des Briefes – der Bayerische Innenminister, der Oberbürgermeister Dr. Maly und der Leiter der Ausländerbehörde – zu den Forderungen der afghanischen Flüchtlinge zu sagen haben. Hilfreich: die Integrationskommission der Stadt Nürnberg hat auf Antrag der Grünen Stadtratsfraktion entschieden, dass sie das Bayerische Innenministerium auffordern wird, die Abschiebungen nach Afghanistan auszusetzen.

Die Antwort vom Oberbürgermeister könnt ihr hier nachlesen: pdf öffnen.

Auch andere Jugendliche unterstützen die afghanischen Flüchtlinge und transportieren deren Forderungen auf die Bayerische Landesebene, wie die Evangelische Jugend Bayern: http://www.ejb.de/index.php?id=89&tx_ttnews%5Btt_news%5D=973&tx_ttnews%5BbackPid%5D=68&cHash=f8d655cfbc959e1739c961aad0702eb7.

 

„Preis Politische Bildung“: laut! bekommt den 1. Preis verliehen!

Der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) hat am vergangenen Dienstag in Berlin den diesjährigen „Preis Politische Bildung“ vergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte erste Preis ging an „Laut! Partizipation von Jugendlichen in Nürnberg“.

Das freut uns natürlich sehr und macht uns stolz darauf, dass der Einsatz für eure Bedürfnisse für so wichtig gehalten wird!! Wir machen weiter – mit euch … :-)!

 

 

 

Den ganzen Artikel findet ihr unter „Presse“ und hier: Preisverleihung bap 2013

Das Interview dazu hier:

Und die Laudatio zum Angucken: