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Laut! - Jugendbeteiligung INSEK Altstadt

Laut! - Jugendbeteiligung INSEK Altstadt

laut! vor Ort wurde vom Bürgermeister- und Stadtplanungsamt angesprochen, ob wir den Prozess der Überarbeitung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts Altstadt (INSEK Altstadt) mit Beiträgen junger Menschen ergänzen können. Wir kannten das alte INSEK von 2012 und seine Bedeutung als Planungs- und Orientierungsrahmen für langfristige Planungsprozesse. Die Altstadt ist für viele Jugendliche, unabhängig von ihrem Wohnort, ein wichtiger Treffpunkt und Aufenthaltsort.

In dieser Jugendbeteiligung geht es um stadtprägende Veränderungen in einem besonders jugendrelevanten Stadtteil. Deshalb freuen wir uns sehr, jungen Menschen diese Chance auf Mitsprache in Bezug auf die Altstadt ermöglichen zu können.

Zusammenfassung der Eckdaten:

  • Erhebungszeitraum: 01.10.25 – 13.11.25
  • Anzahl: 163 Teilnehmer*innen
  • Alter: 14 - 21 Jahre
  • Bildungsstand: 1x Fachoberschule, 1x Berufsschule, 3x 10. M-Klasse Mittelschule, 1x Mittelschule
  • Aufbereitung ausgewählter Beteiligungsergebnisse für laut!-Social Media Kanäle
  • Übergabe der Rohdaten an das Büro Yellow Z
  • Veröffentlichung der Rohdaten auf laut!-Homepage

Ablauf der Jugendbeteiligung

Wir erfuhren von unseren städtischen Kooperationspartnern, dass die Bürgerbeteiligung ums INSEK Altstadt durch das Büro Yellow Z begleitet wird. Dieses Büro hat zum Zeitpunkt unserer Planung bereits einen Workshop mit Bürger*innen  im Untersuchungsgebiet durchgeführt. Bei diesem Workshop wurden Plakate zu den Themenbereichen "Grün und Klima", "Öffentlicher Raum", "Mobilität", "Wohnen" und "Konsum" verwendet. Diese Plakate haben wir gesichtet, diskutiert und beschlossen, dass sie (mit pädagogischer Begleitung) auch für junge Menschen bearbeitbar sind. Dafür sprach, dass junge Menschen sehen, dass Bürgerbeteiligung auch niederschwellig sein kann. Ferner werden dadurch die Ergebnisse der Jugendbeteiligung mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung vergleichbar.

Daraufhin haben wir die Plakate erprobt.

  • Demokratietag in der Lothar-von-Farber-Schule
    Für diesen Workshop bekam jede*r Schüler*in die Plakate im DIN A4 Format und bearbeiteten sie in Einzelarbeit. Die Ergebnisse wurden anschließend digital zusammengeführt. Wir unterstützen die Schüler*innen bei Verständnisfragen. Es wurde klar, dass Begriffe wie "konsumfrei" oder "temporäre Wohnformen" in kommenden Beteiligungsformaten vorab erklärt werden müssen.

Nach der Erprobung haben wir uns mit Kolleg*innen vom Bürgermeisteramt und Stadtplanungsamt besprochen und die Bitte erhalten, dass sie gerne unterscheiden können möchten, wie häufig die Jugendlichen in der Altstadt unterwegs sind. Dies haben wir in den folgenden Workshops mit farblichen Klebepunkten realisiert. Es wurde festgehalten, dass das Büro Yellow Z die detaillierte Auswertung der Ergebnisse der Jugendbeteiligung übernimmt.

  • Lernort Rathaus
    Der Schulworkshop "Lernort Rathaus“ hat das Ziel, Kommunalpolitik erfahrbar zu machen. Dabei bot es sich an, die Jugendbeteiligung INSEK in das bestehende Konzept zu integrieren und somit nicht nur über Beteiligung zu reden, sondern aktiv mitzumachen. Im Gegensatz zu den anderen Beteiligungsformaten war es in diesem Kontext möglich, Freifeldantworten aufzunehmen. Teil des Schulworkshops ist es, gemäß dem Motto "Was brauchst du in der Stadt, damit du dich wohl fühlst?“ Verbesserungsvorschläge für die Stadt einzubringen. Diese wurden zeitlich vor der Bearbeitung der Plakate durchgeführt. Dort abgegebene Vorschläge wurden von uns, bezüglich Relevanz fürs Untersuchungsgebiet, gefiltert. Die ungefilterten Vorschläge haben wir auf unserer Homepage im Abschnitt "Lernort Rathaus“ veröffentlicht.
  • Mittagspause Insel-Schütt-Schule
    Die Insel-Schütt-Schule liegt im Untersuchungsgebiet. Für dieses Beteiligungsformat kooperierten wir mit der Schulleitung und dem dortigen Schulsozialarbeiter, der uns in der Durchführung unterstützte. Schüler*innen dieser Schule halten sich mehrmals wöchentlich in der Altstadt auf, weshalb wir hier keine farbigen Klebepunkte verwendeten. Im Gegensatz zu den anderen Beteiligungsformaten hatten wir hier eine hohe Chance, "Jugendliche, die in der Altstadt wohnen“ zu erfassen. Diesen Jugendlichen haben wir einen roten Stift für die Strichlisten gegeben.
  • Jugendtreff
    Mit dem Ziel, dass auch junge Menschen außerhalb von formalen Bildungskontexten die Chance haben sich zu beteiligen, haben wir vier offene Nachmittage im "Jugendbüro Team Altstadt“ eingeplant. Hier konnten Jugendliche ausgehängte Plakate niederschwellig und pädagogisch begleitet ausfüllen. Leider nahm kein Jugendlicher dieses Angebot wahr, was in der Retrospektive die Notwendigkeit unseres aufsuchenden Ansatzes in abstrakteren Jugendbeteiligungsprozessen unterstreicht.

Einblick in ausgewählte Ergebnisse (Social-Media-Grafiken)

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